Kurzinfo: Der BFH zur Verwaltertätigkeit

Der BFH hat in seinem Urteil vom 15.12.2010 VIII R 50/09 die Gewerbesteuerpflicht von Insolvenzverwaltern verneint, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. In der heutigen Pressemitteilung des Bundesfinanzhofs zu dem Urteil vom 15.12.2010, welche im Volltext hier verlinkt ist, heißt es u.a.:

Auch zentrale Aufgaben des Insolvenzverfahrens hat er im Wesentlichen selbst wahrzunehmen, wie z.B. die Erstellung der gesetzlich vorgeschriebenen Berichte, des Insolvenzplans und der Schlussrechnung. Die kaufmännisch-technische Umsetzung seiner Entscheidungen kann er indes auf Dritte übertragen.“

Nicht selten werden „zentrale Aufgaben“ in Insolvenzverfahren, darunter auch die Gutachtenerstellung, nicht persönlich vom Beauftragten, sondern von Dritten erledigt. Würden die vom BFH entwickelten Maßstäbe bei der Sachverständigen- und Verwalterauswahl künftig herangezogen werden, wäre das ein Schritt in die Richtung, die Bearbeitung von Insolvenzverfahren transparenter zu gestalten.

Derartige Dienstleistungsangebote würden sich verringern: