Insolvenzeröffnungsverfahren Sonnenkraft Knapp & Laschinger GmbH

Solar

Am 05.12.2013 bestellte das Amtsgerichts Essen Frau Rechtsanwältin Gerigk zur vorläufig schwachen Insolvenzverwalterin und am 10.12.2013 zur vorläufig starken Insolvenzverwalterin in dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der Sonnenkraft Knapp & Laschinger GmbH. Der Geschäftsbetrieb, welcher sich auf die Vermittlung und Montage von Solaranlagen spezialisiert hat, wird mit sechzehn Arbeitnehmern fortgeführt. Die Bundesagentur für Arbeit hat heute die Zustimmung zur Insolvenzgeldvorfinanzierung erteilt, sodass die rückständigen November-Gehälter 2013 voraussichtlich diese Woche ausgeglichen werden können.

Durch den sukzessiven Wegfall der Fördermöglichkeiten in der Solarbranche seit Anfang 2012 sind Großkunden weggebrochen, die den produzierten Strom in das allgemeine Netz einspeisen. Der Geschäftsführer, Herr Chwialkowsky, gab an, dass nun verstärkt mit der Zielgruppe der Selbstverbraucher (Betriebe, Haushalte) zusammen gearbeitet werde. Die Sonnenkraft Knapp & Laschinger GmbH genieße bundesweit einen guten Ruf in der Branche; künftig bestehe eine positive Fortführungsprognose.

Die übertragende Sanierung mit Genehmigungsvorbehalt der Gläubigergemeinschaft ist für Februar 2014 beabsichtigt.

UPDATE vom 05.02.2014

Am 01.02.2014 eröffnete das Amtsgerichts Essen das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Sonnenkraft Knapp & Laschinger GmbH und bestellte Frau Rechtsanwältin Gerigk zur Insolvenzverwalterin. Wegen der fehlenden Planungssicherheit scheiterten die umfangreichen Sanierungsbemühungen.

Die Bundesregierung beabsichtigt seit wenigen Wochen, die Betreiber von Solaranlagen mit einer Leistung von über 10 kW an der EEG-Umlage und damit an der Förderung der eigenen Branche zu beteiligen. „Eine Abgabe auf selbstgenutzten Solarstrom einzuführen, ist ungefähr so sinnvoll, wie Elektroautos die Mineralölsteuer aufzuzwingen.

Die betroffenen sechzehn Mitarbeiter, die seit wenigen Tagen arbeitslos sind, standen den politisch unausgegorenen Absichtserklärungen ohnmächtig gegenüber, so die Verwalterin.